Darf ich vorstellen: Sambucus!

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Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber Holunder gehört einfach zum Jahreskreislauf und wird aus Liebe zur Holunderlimo oder einem erfrischendem Hugo, jedes Jahr am Waldrand ins Körbchen gepackt. Was daraus dann letztendlich entstand, gibts heute für euch!

Übrigens der wohlduftende Sambucus heißt bei uns in Bayern Holler und jaaaaa NICHT Holunder, sonst hagelts Dialektwatschn! Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede, ich hab im Entstehungsprozess dieses Posts eine kassiert!

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Während ich eher auf einen Schuss Sirup brenne, ist meine Familie auch für Hollerkücherl zu begeistern, weshalb diese natürlich aus den übrig gebliebenen Dolden zubereitet wurden und dessen Zubereitung ich euch natürlich nicht vorenthalte möchte.

Die Dolden werden in einen Teig getunkt, der an einen Pfannenkuchenteig erinnert und ausgebacken. Anschließend mit Puderzucker bestäubt und mit Vanilleeis vernascht.

Zutaten für goldene Dolden
25g Butter
100g Mehl
125 Wasser
1 EI
ein Packerl Vanillezucker
8-10 Hollerdolden mit Stiel

Öl zum Ausbacken
Puderzucker
Vanilleeis

Die Blüten werden geputzt und von Ungeziefer befreit. Die Butter schmelzen und anschließend abkühlen lassen. Das Mehl mit dem Wasser glatt rühren. Die Eier trennen und das Eigelb zu dem Mehl-Wasser-Gemisch geben und unterrühren. Die Butter hinzugeben und ebenfalls unterrühren. Das Eiweiß mit einer Prise Zucker steif schlagen und unterheben. Das Öl wird erhitzt und die Hollerblüten anschließend zuerst in den Teig getunkt und dann kurz in das Öl gegeben. Sind die Bluten goldbraun können sie aus dem Öl genommen werden und auf einem Küchenpapier abgelegt werden.

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Für Alle, die nach absoluter Erfrischung lechzen, gibts noch kurz das Rezept für richtig leckeren Holunderblütensirup.
Ich nehme immer ca. 15-20 Holunderdolden, 2kg Zucker, eine Zitrone (am besten von Papas Baum geklaut), 2 Liter Wasser und 50g Zitronensäure aus der Apotheke.

Der Zucker und das Wasser werden aufgekocht, währenddessen werden die Dolden geputzt und die Blüten von jeglichen Stielen entfernt und gemeinsam mit der Zitronensäure in eine große Schüssel gegeben. Die Zitrone wird ebenfalls in die Schüssel gegeben, nachdem sie gewaschen und in grobe Scheiben geschnitten wurde. Nun wird alles mit dem Zucker-Wasser-Gemisch übergossen und anschließend gut verrührt. Die Schüssel wird nun gut abgedeckt und sollte 2-3 Tage an einem kühlen Ort durchziehen.

Das Ganze wird nach der Ruhephase zunächst durch ein Sieb gegossen und die Dolden, sowie die Zitronen heraus gefiltert. Anschließend gieße ich es noch einmal durch ein sauberes Geschirrtuch um jegliche Blüten- und Zitronenreste zu entfernen. Zum Schluss alles noch einmal gut aufkochen, bevor es in zuvor gespülte Flaschen gefüllt wird. Vom leckeren Hugo mit frischer Minze abgesehen, schmeckt der Sirup auch ganz wunderbar mit Wasser und frischen Zitronenscheibchen.


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Mit diesem Leckerchen wünsch ich euch jetzt ein wunderschönes Wochenende mit viel Sonnenschein. Genießt es!

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